Zeckeninfektionen bei Kindern und Jugendlichen

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FSME-Schutzimpfung

Das FSME-Risiko
Die Übertragung der Frühsommer-Meningoencephalitis (FSME) kommt in Deutschland nur in ganz bestimmten Risikogebieten vor. In den Kinderarztpraxen und im Internet finden Sie die Verbreitungskarte der FSME-infizierten Zecken. Wir unterscheiden dabei in Hochrisikogebiete, in denen in den letzten Jahren mindestens 25 FSME-Erkrankungen aufgetreten sind, Risikogebiete, mit zuletzt mindestens 5 FSME-Erkrankungen und Endemiegebiete, bei denen der Virus mittels Blutuntersuchungen nachgewiesen wurde. In einem Hochrisikogebiet überträgt jeder tausendste Zeckenbiss eine FSME Erkrankung, in einem Risikogebiet ist nur noch jeder 10.000ste Zeckenbiss infektiös.

Die FSME-Verbreitung
Wie Sie aus den vorstehenden Verbreitungskarten ersehen können, sind die Landkreise in Niederbayern, bayerischen Wald, Schwarzwald, die östlichen Allgäuer Kreise und das nördliche Oberbayern besonders gefährdete Gebiete. Die Stadtgebiete Augsburg und München zählen noch nicht dazu. Allerdings sind auch hier Erkrankungen im Einzelfall keineswegs auszuschließen. Die Zeckenzahlen sind aufgrund des vergangenen milden Winters in diesem Jahr hoch. Insbesondere Kinder und Haustiere können auf Reisen und Besuchsfahrten infizierte Zecken aus einem Risikogebiet in ein Nicht-Risikogebiet einführen.

FSME-Erkrankungen
Insgesamt wurden in Deutschland im Jahre 2004 noch 274 FSME-Krankheitsfälle registriert. Im Jahre 2005 waren es bereits 420 und 2006 sogar 541 an FSME erkrankte Menschen. Knapp 10% der Fälle sind im Kindesalter unter 10 Jahren aufgetreten.

Die FSME-Impfung
Die FSME-Impfstoffe sind in Deutschland für Kinder ab dem ersten Lebensjahr zugelassen. Die Impfstoffverträglichkeit war in den vergangenen zwei Jahren zufriedenstellend, die Schutzrate liegt bei annähernd 99%. An Nebenwirkungen beobachten wir in unter 10% der Fälle leichte fieberhafte Zustände mit grippeähnlichen Beschwerden nach einer Impfung. Für eine vollständige Grundimmunisierung sind drei Impfungen im Abstand von 1-3 und 9-12 Monaten erforderlich, danach werden die Auffrischimpfungen im 5-Jahres-Turnus empfohlen.

Weitere Zeckenerkrankungen
Bitte beachten Sie die Hinweise zur Vorbeugung von Zeckenbissen und die Vorsichtsmaßnahmen bei der Zeckenentfernung. Die untenstehenden Links liefern Ihnen hierfür weitere wichtige Hintergrundinformationen. Meiner Erfahrung nach wird die FSME Erkrankung zudem öfter mit der wesentlich häufigeren und überall verbreiteten Borreliose-Erkrankung (jeder hundertste Zeckenbiss in Deutschland führt zur Infektion) verwechselt.



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